Letztes Heimspiel vor einem recht straffen Auswärtsmarathon

Schaffhausen – Zum Abschluss noch einmal ein Highlight: Zum letzten Heimspiel des Jahres empfangen die Kadetten Schaffhausen am Mittwoch um 18.45 Uhr Pfadi Winterthur zum immer heißen Derby in der BBC Arena.

Nach dem Spiel schenkt die Mannschaft – laut Vereinsmitteilung – in der Barena kostenlosen Glühwein aus und lädt zum gemütlichen Austausch.

Tickets sind online erhältlich. Gratis-Eintritt bis zum 23. Lebensjahr gibt es – so die Kadetten weiter – für alle mit vorheriger Registrierung. Ein echter Klassiker im Schweizer Handball seien die stets heiß umkämpften Duelle der Nachbarn aus Schaffhausen und Winterthur.

„Das ist ein lokales Derby und immer schwierig“, weiß Hrvoje Horvat. Der Trainer der Kadetten freut sich bereits auf den Vergleich, schließlich sind die Spieler hier „immer sehr kampfbetont, es gibt viele Zweikämpfe und eine aggressive Deckung.“

Zumal Pfadi Winterthur dringend Punkte benötigt. Nach einem guten Start in die Saison folgte zuletzt das Aus im European Cup gegen Famagusta aus Zypern.

In der Schweizer Meisterschaft würde das Team von Goran Cvetkovic inzwischen seit acht Spielen auf einen Sieg warten und rutschte in der Tabelle auf Platz sieben ab.

Für die Munotstädter bedeutet dies nur umso mehr auf der Hut sein zu müssen vor einem Gegner, der unbedingt die Wende herbeiführen möchte. Neben der Erfahrung von Topscorer Tim Rellstab, Kristian Rammel, Oliver Eggert und Alec Smits gibt es auch dank einiger junger Talente genügend Klasse im Kader der Winterthurer.

Doch auf Seiten der „Orangen“ ist ein Aufwärtstrend in den vergangenen Partien zu registrieren. Auf dem Weg zum erklärten Ziel Titelverteidigung in Meisterschaft und Cup holten sie in Kriens einen Rückstand auf.

Und die Kadetten hätten mit einer starken Vorstellung gegen Kreuzlingen (35:25), bei dem sie die Zuschauer mit vielen sehenswerten Toren verzücken konnten, überzeugt.

„Wir respektieren Pfadi sehr und müssen uns vor allem auf ihre Aggressivität vorbereiten“, sagt Horvat und fordert zugleich ein hohes Spieltempo seiner Spieler.

Der 46-Jährige lässt sich nicht von den letzten Ergebnissen des Gegners blenden, sondern weiß, dass im Derby „alles von neuem beginnt. Die Karten werden neu gemischt. Wir müssen für einen 60-minütigen Kampf bereit sein.“

Die Kadetten wollen an ihre zuletzt gute Form anknüpfen und den aktuell komfortablen Sieben-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze verteidigen. Im ersten Duell in dieser Spielzeit waren sie in Winterthur mit einem 31:26-Auswärtssieg vom Parkett gegangen.

Während Kassem Awad in den vergangenen Wochen zusammen mit Adam Petric von den Kadetten Espoirs die Belastung am Kreis und im Innenblock tragen muss, läuft es beim am Knie verletzten Kreisläufer Lucas Meister in der Reha bislang nach Plan.

„Er ist sehr fleißig, sehr professionell und macht riesige Schritte nach vorne“, berichtet Horvat. Alle anderen Spieler seien derweil fit und bereit für Mittwoch.

Nach dem letzten Auftritt vor heimischem Publikum in diesem Kalenderjahr werden die Spieler der Kadetten kostenlosen Glühwein und Punsch in der Barena ausschenken und den gemütlichen Austausch mit Fans und Unterstützern suchen.

Noch vier Spiele müssten die Kadetten bis Weihnachten absolvieren. Nach dem Derby am Mittwoch gegen Pfadi sind sie zunächst am Sonntag bei Suhr Aarau.

Am 18. Dezember gastieren sie bei Wacker Thun und zum Abschluss nicht einmal 24 Stunden nach dem letzten Auftritt in der Quickline Handball League noch im Cup-Viertelfinal bei SG GC Amicitia-HC Küsnacht gefordert, ehe der Januar spielfrei sein wird.