Kornwestheim – Die HSG Konstanz hat dem schon im Wettkampfbetrieb steckenden Meister SV Salamander Kornwestheim in ihrem ersten Spiel ein Duell auf Augenhöhe geliefert.
Nuancen entschieden – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – jedoch für die wohl cleverste und eingespielteste Mannschaft der Liga (38:33 / 19:18).
Viel vorgenommen hatte sich die HSG Konstanz nach einer starken Vorbereitung. Dass Testspiele Testspiele sind, wusste man vorher.
Dennoch waren die Intensität und Wucht, die der Meister aus Kornwestheim von Beginn an an den Tag legte, schon beeindruckend, so die HSG weiter.
Vom Start weg zeigte sich das große Plus des Teams von Dr. Alexander Schurr: Die vorjährige Meistermannschaft blieb komplett zusammen.
Jeder weiß, wie sich sein Mitspieler bewegt und verhält. Diesen Vorteil spielten die „Lurchis“ gerade in den entscheidenden Phasen eindrucksvoll für sich aus.
„Die machen einfach keine Fehler“, sagte Rechtsaußen Lukas Dietrich. Was seinem Team nicht immer gelungen sei.
Dazu fehlen – noch – die Wiederholungen und das blinde Verständnis auch unter Stresssituationen. So betonte Ralf Bader später auch: „Ich bin zu hundert Prozent zufrieden mit der Einstellung und der Kampfbereitschaft – vor allem, wenn das Spiel nicht für einen läuft.“
Er erkannte die „sehr gute Leistung“ des Gegners an und lobte sein Team dafür, dass es nie aufsteckte und bis zum Schluss alles versuchte.
Auch ohne die gewichtigen Ausfälle des Quartetts Luca Schwormstede, Jannik Hohlweg, Jonas Hadlich und Tim Enninghorst sowie der frühen Disqualifikation von Arion Czako zeigte sich Konstanz frech, kampf- und spielstark.
Vor allem in der Deckung hätte die HSG zu gefallen gewusst und arbeitete um jeden Zentimeter. Auch nach der Pause stemmte sich die HSG mit großem Einsatz gegen den Ligafavoriten.
In Nuancen hätten sich jedoch die zu diesem Zeitpunkt noch vorhandenen kleinen Unterschiede bemerkbar gemacht.
Mit Blick auf die beiden kommenden schweren Auswärtsspiele in Bittenfeld am Samstag und eine Woche später in Regensburg wollte er die Partie allerdings als Arbeitsgrundlage für die nächsten Aufgaben sehen und nicht als Enttäuschung.
„Wir haben vieles gut gemacht, aber es gibt andere Dinge, die wir noch besser spielen müssen. Am besten am kommenden Samstag.“
Dass sich die HSG wieder über einen derart zahlreichen und lautstarken Support freuen durfte, möchte man dann mit Punkten zurückgeben.
„Es war toll, so viele Menschen in Gelb und Blau auswärts auf der Tribüne zu sehen. Das ist eine riesige Freude und braucht die junge Mannschaft auch“, so Bader.
HSG Konstanz:
Adrian Lehmann, Adam Studentkowski (beide Tor); Michel Stotz (5), Aron Czako (2), Sven Iberl (3), Lars Michelberger (3), Philipp Hlawatsch (1), Jo Knipp, Maxim Pliuto (8/5), Jan Stotten (8), Nikita Pliuto (2), Lukas Dietrich, Xeno Müller, Janne Pietrusky (1).