Schaffhausen – Nach dem 35:28-Derbysieg gegen Pfadi Winterthur müssen die Kadetten Schaffhausen am Samstag (18 Uhr) beim TSV St. Otmar St. Gallen antreten.
Am Mittwoch folgt dann um 18.45 Uhr der – laut Vereinsmitteilung der Kadetten – ersehnte Startschuss in der EHF European League gegen Bukarest in der BBC Arena.
Die Kadetten sind zurück in der Erfolgsspur. Nach dem 35:28-Sieg gegen Pfadi Winterthur waren die Steine, die in diesem Moment von einigen orangen Herzen fielen, weithin vernehmbar.
Die Freude und Erleichterung waren – so die Kadetten weiter – angesichts von zwei sieglosen Spielen zuvor mit einem Remis und einer Niederlage gleichermassen groß.
Insbesondere die Reaktion der Mannschaft in der Schlussphase war bemerkenswert. Aus einem Rückstand kurz vor Anbruch der letzten Viertelstunde und einem 28:26 nach 50 Minuten machten die Kadetten zunächst ein 33:26.
Und hätten schließlich in toller Atmosphäre ihren fünften Saisonsieg im siebten Match feiern dürfen. Besonders erfrischend dabei war der Auftritt des 18 Jahre alten Kadetten-Eigengewächses Milan Lutz.
Der Linkshänder vertrat den verletzten kroatischen Nationalspieler Patrik Martinovic im rechten Rückraum – und sorgte mit vier spektakulären Toren aus vier Versuchen für den deutlichen Sieg.
Der in Singen geborene Linkshänder wurde erst kürzlich vom Deutschen Handballbund in das U19-Nationalteam berufen und strahlte nach Schlusspfiff bis über beide Ohren.
In St. Gallen erwartet die Munotstädter eine nicht weniger schwere Aufgabe. Angeführt von Carl Löfström, Marcus Stroustrup, Moritz Heinl und Joschua Braun strebt Otmar die Finalrunde an.
Dafür sei nach einer Doppelrunde gegen jedes Team mindestens Platz sechs nötig. Trotz einer überraschenden Niederlage am Mittwoch in Basel (27:32) ist das Team von Michael Suter mit Rang fünf im Soll.
Die „Orangen“ sollten gewarnt sein vor der nächsten Herausforderung in der in dieser Spielzeit sehr ausgeglichen besetzten Quickline Handball League.
Am Mittwoch erfolgt in eigener Halle schließlich der ersehnte Startschuss in der European League gegen Bukarest. Ab 18.45 Uhr beginnt das Europacup-Abenteuer für die Kadetten.
Die ersten beiden jeder Gruppe ziehen im neuen Modus direkt in die Playoffs ein. „Wir wollen so weit kommen wie möglich“, sprüht Lutz vor seiner ersten Europacup-Saison voller Tatendrang.
Und hat große Träume: „Ins Final Four zu kommen und vor einer ausverkauften Halle in Hamburg zu spielen, wäre natürlich der ultimative Traum für mich und die ganze Mannschaft.“