Schaffhausen – Drei Tage nach dem Heimsieg gegen St. Gallen, der den Kadetten Schaffhausen vorzeitig den ersten Platz und damit das Heimrecht im ersten und möglichen fünften entscheidenden Spiel in allen Runden der Playoffs sichert, steht das Rückspiel gegen Hannover-Burgdorf in der European League an.
Am Dienstag (20.45 Uhr) möchte der Schweizer Meister und Cupsieger in der niedersächsischen Landeshauptstadt – laut Vereinsmitteilung – zeigen, dass die 24:36-Heimniederlage aus dem Hinspiel nicht das wahre Leistungsvermögen widerspiegelt.
Am Montagmorgen bestiegen die Kadetten ihren Flieger nach Hannover. Mit im Gepäck: Viel Zuversicht und Selbstvertrauen, dass man sich trotz der deutlichen Niederlage vor rund einer Woche im Hinspiel dort deutlich besser verkaufen kann.
Immerhin konnten die ersten 35 Minuten ausgeglichen gestaltet werden, ehe der Faden allerdings komplett riss.
„Leider folgte nach einer guten ersten Halbzeit ein unerwarteter Einbruch und wir haben am Ende deutlich verloren“, blickt Spielmacher Josip Peric zurück.
Er weiß: „Hannover war in den letzten rund 20 Minuten sehr konsequent und hat jeden unserer Fehler bestraft.“
Während die Kadetten mit dem Rückenwind eines 33:30-Heimsieges gegen St. Gallen nach Deutschland fliegen, kassierten die Recken am Sonntagabend eine eher überrasende 22:28-Heimniederlage gegen Frisch Auf Göppingen.
Nicht mit dabei war Torwart Joel Birlehm, der in Schaffhausen mit 14 Paraden und 37 Prozent abgewehrten Würfen noch Matchwinner und „Best Player“ war.
Für ihn rückte Torwarttrainer Nikolas Katsigiannis auf den Spielberichtsbogen. Auch Justus Fischer konnte wieder mitwirken (drei Tore).
Dass das am Ende deutliche Resultat trotz dieses Rückhaltes von den Rängen nicht das wahre Leistungsvermögen der Kadetten widerspiegelt, wollen sie nun in Norddeutschland unter Beweis stellen.
„Solche Situationen gehören zum Sport dazu“, kann Peric aus seiner langjährigen internationalen Erfahrung berichten.
Und fordert: „Jetzt müssen wir schnell über die Enttäuschung hinwegkommen, denn der wichtigste Teil der Saison steht erst bevor. In Hannover müssen wir die Fehler aus dem ersten Spiel korrigieren und noch mehr an den Sieg glauben.“
Nach wie vor befinden sich die Kadetten gut im Rennen um einen Platz in den Playoffs in der Runde der besten zwölf Teams.
Im Hinspiel gegen Hannover sei dies „nicht unsere Energie und Einstellung gewesen“, fügt Yari Prince an. „Das war nicht unser Gesicht. Wir können anders und wir werden anders von der ersten Sekunde an auftreten und alles reinwerfen.“
Mit dem festen Glauben an eine mögliche Überraschung in Hannover möchten die Munotstädter um zwei Bonuspunkte kämpfen.