Die Kadetten verabschieden sich recht unglücklich vom europäischen Parkett

Schaffhausen – Die Kadetten Schaffhausen haben sich nach einem hart umkämpften Europapokal-Spiel den Dänen des Fredericia HK äußerst knapp geschlagen gebe müssen.

Nach dem 13:14-Rückstand zur Pause gelang es ihnen nicht, das Spiel in der zweiten Hälfte noch zu ihren Gunsten zu drehen.

Ein einziger Treffer fehlte – laut Vereinsmitteilung – schlussendlich für ein Weiterkommen. Mit der bitteren 29:30-Niederlage verabschieden sich die Kadetten für diese Saison aus der European Handball League.

Die Spielzeit war bereits abgelaufen, doch die Kadetten hatten noch einen letzten Freiwurf beim Stand von 29:30. Das Kunststück sollte – so die Kadetten weiter – allerdings nicht gelingen.

Äußerst knapp verfehlte der Ball das Tor und somit jubelten die Gegner aus Dänemark. Dabei hatte alles so gut begonnen für die „Orangen“.

Vor 1256 begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern nahmen sie das Spielgeschehen von der ersten Sekunde in die Hand und gingen rasch mit zwei Treffern in Führung.

Ab der 12. Spielminute entwickelte sich das Spiel mehr und mehr zu einem knappen Fight. Keines der beiden Teams konnte mit mehr als einem Treffer vorlegen.

Mit verantwortlich waren auch die beiden Torhüter Nissen Moller auf Seiten der Gäste und Moreno Car für die Kadetten. Beide wiesen am Schluss eine sehr gute Quote von 34 Prozent gehaltener Bälle auf.

Die Kadetten spielten im Angriff sehr geduldig, ließen den Ball laufen und erspielten sich gute Torchancen. „Bestplayer“ Odinn Thor Rikhardsson mit acht, Ariel Pietrasik mit sieben und Patrik Martinovic mit fünf Treffern zeigten sich am effizientesten im Angriff.

Auch in der Verteidigung hätten sie um jeden Ball gekämpft. Mit ihrem schnellen Spiel brachten die Dänen Martin Bisgaard und Anders Martinusen immer wieder in beste Abschusspositionen, was diese auch zu nutzen wussten.

In diesem Spiel hätte den Kadetten auch oft das nötige Quäntchen Wettkampfglück gefehlt. Nach spektakulären Paraden von Moreno Car oder Abprallern landete der Ball oft wieder bei einem gegnerischen Spieler statt in den Händen der „Orangen“.

Der amtierende Schweizer Meister zeigte sich aber bis in die letzten Spielsekunden sehr kämpferisch. So konnten sie den Drei-Tore-Rückstand noch beinahe wettmachen – aber eben nur beinahe.

Der letzte Freiwurf verfehlte das Tor nur sehr knapp. Statt grenzenlosem Jubel blieb den Kadetten nach dem Schlusspfiff nur die große Enttäuschung.

Lukas Saueressig analysierte kurz nach Spielende: „Über das ganze Spiel fehlte uns ein bisschen der letzte Zugriff. Der Gegner hat es immer wieder geschafft, noch einen Pass weiterzuspielen.“

Außerdem: „Und so einen freien Mann zu generieren. Am Schluss entscheiden Kleinigkeiten, aber so ist der Sport nun mal. Es ist auf jeden Fall sehr bitter.“

Kadetten Schaffhausen:

Car (12 P./34 %/1 Tor), Bergmann (1 P./14 %), Meister (3), Prince, Saueressig (1), Rikhardsson (8/2), Ugiagbe, Hrachovec, Küttel (1), Peric (1), Castro Alvarez, Lier (1), Pietrasik (7), Markovic, Reznicky (2), Martinovic (5); Maros verletzt.