Die Kadetten müssen nun auswärts gleich zweimal bestehen

Schaffhausen – Nach einem 44:32-Kantersieg gegen den bisherigen Tabellendritten St. Gallen stehen die Kadetten Schaffhausen nach fünf Spielen weiter verlustpunktfrei an der Tabellenspitze der Quickline Handball League.

In dieser Woche stehen sie – laut Vereinsmitteilung – jedoch vor einem anspruchsvollen Auswärtsdoppelpack: Am Mittwoch in Thun (19.15 Uhr), am Samstag in Aarau (18 Uhr).

So richtetet sich trotz des spektakulären Auftritts gegen die Ostschweizer der Blick schnell gen Berner Oberland und Aargau. „Wir haben eine gute Leistung gezeigt, aber wir wollen das auch nicht überbewerten“, gab Dimitrij Küttel direkt nach dem deutlichen Erfolg zu Protokoll:

Wenngleich auch der Rückkehrer „sehr viel Spaß“ an diesem Match hatte. Kadetten-Trainer Hrvoje Horvat konnte dabei allen Spielern ihre Einsatzzeiten gewähren:

Und auch die jungen Espoirs-Talente Andre Strauss – mit sechs Paraden und 43 Prozent gehaltenen Würfen – sowie Manoy Ugiagbe mit seinem Treffer kurz vor Schluss hatten ihr Können unter Beweis stellen können.

„Das hat mega Spaß gemacht“, strahlte Ugiagbe. „Wir hatten eine tolle Team-Atmosphäre. Jeder war bereit und wollte zusammen als Team Erfolg haben.“

Dies soll die „Orangen“ nun nach vier Heimspielen in Serie auch in der Fremde zu den nächsten beiden Siegen führen. Doch die beiden engen, kleinen Spielstätten in Thun und Aarau mit zwei kampfstarken Gegnern werden erneut eine Topleistung verlangen.

Wacker Thun, bis zur Niederlage am Sonntag in Winterthur Tabellenzweiter und nun immer noch auf Platz drei klassiert, konnte bereits drei Erfolge verbuchen:

Sie mussten sich nebst dem Duell gegen Pfadi lediglich nach jenem gegen Kriens-Luzern ohne Punkte zufrieden geben. Luzern hatte dabei lange Zeit große Probleme.

Heißt, man konnte sich erst in den letzten zwei Minuten den 34:30-Erfolg sichern, nachdem die Begegnung in der 59. Spielminute beim 30:32 noch auf des Messers Schneide stand.

Nicht nur in dieser Partie hatte daran Spielmacher Ante Gadza mit sieben Treffern – so die Kadetten weiter – einen großen Anteil. Der erfahrene Kroate ist mit 41 Toren mit weitem Abstand Topscorer vor dem Deutschen Jonathan Buck.

Mit den Neuzugängen Silvan Fürst (GC Amicitia Zürich), Nils Stettler (TV Steffisburg), Gregory Lädrach (TV Steffisburg) und Leo Ebner (TV Steffisburg) zeigt sich Wacker aktuell in guter Form.

Am Samstag würde bereits das zweite Aufeinandertreffen in dieser Saison mit dem Playoff-Halbfinalgegner der vergangenen Saison im Kalender stehen.

Der HSC Suhr Aarau mit seinem Topscorer Nikos Sarlos, der im kommenden Sommer zu den Kadetten wechseln wird, ist aktuell noch auf der Suche nach dieser.

Die 21:23-Heimniederlage am Sonntag gegen den RTV Basel würde für die Aargauer derzeit Rang neun bedeuten – trotz schon 37 Sarlos-Treffern in fünf Spielen.

Ugiagbe sieht die Kadetten gerüstet für die zwei heißen Duelle. Die Mannschaft sei auf „einem super Weg“, erklärt der Rückraumspieler. „Alle ziehen voll mit und wollen eine gute Zeit zusammen haben.“

Die beiden kommenden Gegner dürfe man nun „nicht unterschätzen. Wir müssen demütig bleiben und mit derselben Stimmung, demselben Ehrgeiz, Spaß und derselben Motivation in diese Spiele gehen.“