Gümlingen – In der ausverkauften Mobiliar Arena in Gümlingen haben sich die Kadetten Schaffhausen nach knappem Pausenrückstand den zweiten Sieg im Playoff-Finale gegen den BSV Bern mit 29:27 geholt. Über die gesamten 60 Spielminuten blieb die Partie hart umkämpft.
Mit diesem Sieg holen sich die Kadetten – laut Vereinsmitteilung – den ersten Matchball um die Schweizer Handball-Meisterschaft. Wie schon in Spiel eins der Best-of-Five-Serie bot auch die zweite Begegnung zwischen dem BSV Bern und den Kadetten Schaffhausen alles, was diesen Sport so attraktiv macht.
Schön herausgespielte Tore, Drehwürfe und Fliegertore im Angriff und in der Verteidigung harte aber faire Zweikämpfe. Zudem standen in beiden Toren zwei bestens aufgelegte Torhüter, die teilweise mirakulöse Paraden zeigten.
Beste Werbung – so die Kadetten weiter – von beiden Teams für den Schweizer Handball. Es waren die Berner, die den etwas besseren Start erwischten und nach knapp zehn Spielminuten durch ihren Bestplayer Felix Aellen mit 6:3 in Führung gingen. Doch die Kadetten hatten nur drei Zeigerumdrehungen später den Ausgleich wieder hergestellt.
Nach dem Anschlusstreffer durch Luka Maros nagelte Kristian Pilipovic mit drei Paraden innerhalb von 20 Sekunden sein Tor regelrecht zu. Bis zum Pausenpfiff gelang es danach keinem der beiden Teams, mit mehr als zwei Treffern in Führung zu gehen. Beim Stand von 15:14 wurden die Seiten gewechselt.
Auch in der zweiten Halbzeit zeigten sich beide Teams von ihrer besten Seite. Meist war das Resultat ausgeglichen oder die Berner führten mit einem Tor Vorsprung. Ein besonders sehenswerter Treffer war das Tor zum 19:19-Ausgleich durch Odinn Thor Rikhardsson.
Nach einer Parade von Pilipovic lancierte dieser Rikhardsson mit einem Pass über das gesamte Spielfeld. Den Ball fing der Isländer in der Luft und netzte mit einem herrlichen Backhandwurf ein. In der 45. Minute konnten sich die „Orangen“ einen kleinen Vorteil durch die erste Zweitoreführung in Umgang zwei erarbeiten.
Dieser Vorsprung reichte schlussendlich für den Sieg und damit die 2:0-Führung in der Serie. Für den Siegestreffer war – wie im ersten Finalspiel – Captain Luka Maros verantwortlich. Wuchtig netzte er nur wenige Sekunden vor Spielende zum 29:27-Siegtreffer ein.
Am Sonntag, 25. Mai, haben die Kadetten Schaffhausen die Chance, sich den 15. Schweizer Meistertitel zu holen. Die Gegner aus Bern werden es ihnen aber ganz bestimmt nicht leicht machen und alles daran setzen, zurück in die Serie zu kommen.
Mit der „Orangen Wand“ im Rücken könnte der Traum von der vierten Meisterschaft in Serie aber bereits am Sonntag wahr werden. Anpfiff zu Spiel drei ist um 17 Uhr in der BBC Arena in Schaffhausen.
Kadetten Schaffhausen:
Pilipovic (15 P.), Meyer; Meister (2), Prince, Ben Romdhane (1), Rikhardsson (5/2), Ugiagbe, Hrachovec, Bartok (1), Awad (1), Castro Alvarez (3), Lier (1), Pietrasik (2), Markovic, Maros (7), Martinovic (6).