Die Kadetten bleiben trotz eines kleinen Zwischentiefs weiterhin siegreich

Aarau – Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte haben die Kadetten Schaffhausen beim HSC Suhr Aarau im zweiten Durchgang vor allem defensiv eine Schippe draufgelegt und ließen nur noch acht Gegentore zu.

Nach dem 30:24 (15:16)-Auswärtssieg stehen die Kadetten mit 34:0-Punkten – laut Vereinsmitteilung – weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze der Quickline Handball League.

Der Start verlief aus Sicht des Spitzenreiters verheißungsvoll. Topscorer Odinn Thor Rikhardsson traf einige Male vom Kreis und Lucas Meister brachte seine Equipe nach neun Minuten mit 5:2 in Führung.

Ohne den verletzten Captain Luka Maros und den angeschlagenen Spielmacher Josip Peric kontrollierten die „Orangen“ – so die Kadetten weiter – das Spiel und führten meist mit vier Toren.

Bis, ja bis die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit anbrachen und der bereits zuvor starke HSC-Schlussmann Ivan Herceg einige seiner insgesamt 14 Paraden zeigen konnte.

Während den Gästen kein Tor mehr vor dem Gang in die Kabine gelang, drehte der HSC Suhr Aarau die Partie mit vier Treffern in Serie zum 16:15.

„Wir sind gut reingestartet. Die Anfangsphase hat uns gehört“, fand Leon Bergmann. Danach kam man, so der österreichische Nationaltorwart, der in den Kader für die Europameisterschaft im Januar berufen wurde, „ins Straucheln. Damit waren wir nicht zufrieden und wollten es nach der Pause ändern.“

Nach der Hektik in den Schlussminuten sortierten sich die Kadetten in der Kabine neu. Mit einer starken Deckung stellten die Munotstädter die Aargauer vor große Probleme.

HSC-Coach Aco Stevic versuchte es zwar konsequent mit dem siebten Feldspieler, doch auch mit der zusätzlichen Anspielstation taten sie sich extrem schwer.

Der 21-Jährige trumpfte mit zehn Paraden und 48 Prozent abgewehrten Würfen sowie einem Treffer in das leere Tor auf. Nur acht Mal hätte er in Hälfte zwei hinter sich greifen müssen.

Bergmann: „In der zweiten Hälfte haben wir ganz klar gemacht, dass wir hier nicht verlieren werden. Man hat dann nach 45 Minuten gespürt, dass wir den Drücker auf dem Spiel haben.“

Ariel Pietrasik traf mit Anbruch der letzten Viertelstunde zum 23:19. Die Kadetten zeigten anschließend noch einige schöne Ballstafetten, ließen den Ball schön durch die eigenen Reihen laufen und kreierten mit sehenswerten Behind-the-back-Anspielen tolle Tore.

„Am Ende haben wir unsern Job erledigt“, so Bergmann. „Das ist das Einzige, was zählt. Die zwei Punkte nehmen wir mit nach Hause.“

Nun würde die Vorfreude auf ein heißes Derby bei Pfadi Winterthur am Samstag (18 Uhr) steigen, das zugleich das absolute Topspiel dargestellt: Der Zweite empfängt den Ersten.

In den Augen des Kadetten-Keepers „ein cooles Spiel. Beide Teams werden topmotiviert sein. Unser klares Ziel ist es, zu gewinnen.“ Bei dieser Mission hoffen die Kadetten auf viele Fans in „Orange“.