St. Gallen – Am 4. Spieltag der SPL1-Finalrunde haben die Frauen des HSC Kreuzlingen bei Titelverteidiger Brühl St. Gallen eine deutliche 28:42 (10:19)-Niederlage hinnehmen müssen.
Nach den beiden Überraschungssiegen zum Auftakt der SPL1-Finalrunde ist beim HSC Kreuzlingen – laut Vereinsmitteilung – wieder die Normalität eingekehrt. In St. Gallen kassierte das Team von Cheftrainer Felix Kugler am Samstag seine zweite Niederlage.
Ein Punktgewinn in der Kreuzbleiche-Halle war – so der HSCK weiter – außer Reichweite. In der Tabelle verbleibt Kreuzlingen auf Platz sechs, während sich der amtierende Meister aus St. Gallen (3.) auf Playoff-Halbfinalkurs befindet.
Am Mittwoch können die HSCK-Frauen erstmals in der Finalrunde zuhause antreten. Sie empfangen um 20 Uhr den frischgekürten Cupsieger und Titelanwärter Spono Eagles Nottwil im Sportzentrum Egelsee.
Die Kreuzlingerinnen bekundeten in der Startphase viel Mühe mit dem offensiven Tempospiel und der defensiven Robustheit des Titelverteidigers. Deshalb sah sich HSCK-Cheftrainer Felix Kugler bereits in der 9. Minute und dem 6:2 für Brühl zu seinem ersten Time-out gezwungen.
Allerdings ging es gleich mit einem technischen Fehler weiter. Das Rückraumtrio Kikanovic-Drent-Rothacker hätte zu wenig Durchsetzungskraft besessen, um die stabile 6:0-Abwehr der St. Gallerinnen in Bedrängnis bringen zu können. In der Startviertelstunde gelangen dem HSCK nur drei Treffer – zwei davon mittels Penalty durch Annika Blanke.
Einer klareren Brühler Führung standen einzig die Paraden von Torfrau Kerstin Sander im Weg. Das änderte sich während der ersten Unterzahl der Thurgauerinnen. In dieser Phase zogen die Favoritinnen auf 12:4 davon und Kugler musste in der 19. Minute bereits sein zweites Time-out nehmen.
Trotz personeller Änderungen verschoben sich die klaren Kräfteverhältnissen nicht. Bis zum Halbzeitpfiff erspielten sich die Olma-Städterinnen deshalb einen deutlichen 19:10-Vorsprung.
Mit zwei Treffern in den ersten 57 Sekunden nahm Brühl nach Wiederbeginn schnell wieder Fahrt auf.
Dagegen hätten die HSCK-Frauen rund dreieinhalb Minuten bis zu ihrem ersten Treffer gebraucht. Weil die St. Galler Torproduktion auf Hochtouren lief, war in der 39. Minute und der 28:14-Führung nurmehr die Höhe des Heimsieges ein Thema. Am Ende kassierten die HSCK-Frauen mit dem 28:42 ihre höchste Saisonniederlage.
HSC Kreuzlingen:
Sander (1.-35./8 Paraden, 32 %), Siggaard (35.-60./4 Paraden, 15 %/2 Tore); Grathwohl (2), Blanke (4/1), Flohr (4), Kikanovic (3), Rothacker, Stoll, Mustafa (4), Aliu Berisha (3), Drent (4/1), Heinstadt (1), Rugovaj Tahirukaj (1).