Die SVA-Handballerinnen stehen am Ende mit leeren Händen da

Wolfschlugen – Dass die Allensbacherinnen als Außenseiter in Wolfschlugen auflaufen werden würden, das ist klar gewesen. Und so setzte sich der Meisterschafts-Favorit schließlich souverän mit 35:27 (17:12) durch.

Aber insgeheim erhoffte sich SVA-Trainer Martin Gerstenecker – laut Vereinsmitteilung durch Reiner Jäckle – bis zum Schluss etwas mehr Gegenwehr.

Dabei begann das Spiel verheißungsvoll für das Team vom Gnadensee, denn die Abwehr stand mehr als dreieinhalb Minuten felsenfest.

Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 2:0 für den SVA. Bis zum nächsten Treffer der Allensbacherinnen dauerte es dann aber fast drei Minuten – und das war der Ausgleich zum 3:3.

Die folgende Überzahl blieb – so Jäckle für den SVA weiter – von den Gästen ungenutzt. Bis zur 22. Minute blieb die Partei dann ausgeglichen (11:11).

Dann aber zogen die Gastgeberinnen davon, denn der SVA erzielte bis zur Halbzeit nur noch einen weiteren Treffer – die Gastgeberinnen deren sechs, so dass mit einem 17:12 die Seiten gewechselt wurden.

Wolfschlugen startete dann deutlich besser in die zweite Hälfte als in die erste. Mit einem 4:1-Lauf schraubten die Gastgeberinnen ihre Führung in der 36. Minute bis auf 21:13 in die Höhe.

Danach fielen die Tore im Minutentakt – allerdings auf beiden Seiten. In der 47. Minute betrug der Vorsprung dann bereits neun Treffer (28:19).

Der SVA hätte noch einmal alles versucht, kam aber nicht mehr entscheidend heran. Auf der einen Seite wurden einige freie Würfe nicht genutzt.

Und der Angriff von Wolfschlugen fand immer wieder eine Lücke in der SVA-Abwehr. So war der 35:27-Sieg der Gastgeberinnen am Ende klar und souverän.

„Wir haben einfach nicht konstant genug über die gesamten 60 Minuten gespielt“, resümierte Martin Gerstenecker. „Wir sind wirklich gut gestartet, wobei es Fehler auf beiden Seiten gab.“

Mitte der ersten Hälfte habe seine Mannschaft etwas zu abwartend agiert, was Wolfschlugen wusste auszunutzen.

„Dann kam hinzu, dass bei uns die Wurfsicherheit ein kleines bisschen fehlte“, so der Coach. Danach habe sein Team den Zugriff zum Spiel nicht mehr ganz gefunden.

„Wir wollten nach der Pause noch einmal angreifen, doch Wolfschlugen wusste dies zu verhindern“, so Martin Gerstenecker.

„Letztendlich waren wir zu wenig am Maximum dran.“ Genau dies wäre aber nötig gewesen, um gegen Wolfschlugen bestehen zu können.

„Meine Spielerinnen waren definitiv hochmotiviert“, betonte der Trainer. „Ich hatte mit zunehmender Spieldauer das Gefühl, dass sie lediglich im Kopf etwas träge wurden.“

SV Allensbach I:

Bettina Woike, Katharina Imhof (beide Tor); Lisa Hofsäß (1), Jule Böhler (1), Katharina Bok, Jule Schuster (2), Greta Rinkeviciute (9/6), Leni Lauterbach (4), Laura Strlek (1), Miriam Borrmann, Marie Teusch (2), Katja Allgaier (5), Jennifer Heinstadt (2).