Fürstenfeldbruck – Perfekte Antwort: Die HSG Konstanz zeigte die geforderte Reaktion und feierte mit einem 38:30 (22:18)-Auswärtssieg ihren bislang höchsten Erfolg in Fürstenfeldbruck überhaupt.
Der Druck, der auf den Konstanzern lastete, war – laut Vereinsmitteilung – zunächst deutlich zu spüren. Zwei schnelle Fehler, zwei schnelle Gegentore – 2:0 für die „Brucker Panther“.
Nach vier Minuten traf Lucas Pichler vom Punkt zum 5:2. „In der aktuellen Situation ist Konstanz ein guter Gegner für uns, denn wir können den Kopf beiseitelassen und befreit aufspielen“, sagte TuS-Coach Max Högl im Vorfeld.
Und: „Sie haben noch nicht so recht ihr Selbstvertrauen gefunden.“ Bis zum 6:3 war es seine Mannschaft, die dieses ausstrahlte und sich in der Rolle des Underdogs gefiel.
Anders als erwartet agierte Fürstenfeldbruck – so die HSG weiter – von Beginn weg mit einer 6:0-Abwehr und nicht in seiner gewohnten offensiven 3:2:1-Variante. Dafür verteidigte die HSG recht offensiv.
Nach sechs Minuten bekamen auch die „Gelb-Blauen“ einen Fuß auf den Boden und starten dann aber direkt voll durch.
Eine Überzahlsituation, der erste parierte Siebenmeter des starken Konstantin Poltrum sowie die Spielfreude von Felix Sproß und Christos Erifopoulos veranlassten die Gastgeber zur frühen Auszeit nach etwas mehr als elf gespielten Minuten.
Sproß und Erifopoulos waren mit ihren Schlagwürfen, Durchbrüchen und schönen Pässen an den Kreis zum dankbaren Abnehmer Michel Stotz nun heiß gelaufen und stellten nach dem 7:7 auf 10:7 für ihre Farben.
Jonas Hadlich sorgte mit dem 20:15 schon nach 25 Minuten für einen komfortablen Vorsprung. „Unser Start in die zweite Hälfte war klar besser als letzte Woche“, so Baricelli zu den ersten 15 Zeigerumdrehungen in Hälfte zwei.
Ein Doppelschlag von Nikita Pliuto brachte mit dem 32:23 schon so etwas wie die Vorentscheidung. Dieses Gefühl schien sich nun auch bei den Konstanzern bemerkbar zu machen, die nun etwas nachließen.
Und Fürstenfeldbrucks Bemühungen um ein besseres Resultat zugleich Früchte trugen. Mehr als ein kleiner Zwischenspurt zum 26:32 war jedoch nicht drin.
„Weil wir“, lobte Baricelli, „in dieser Phase konzentriert unseren Job gemacht und die Kontrolle behalten haben.“ Das Erfolgsrezept aus seiner Sicht: „Weniger technische Fehler, viele Tore mit einer guten Effizienz, eine ordentliche Abwehr.“
Kurz: Es passte viel an diesem Freitagabend, an dem die HSG durch einen gut gefüllten und sich lautstark bemerkbar machenden Gästeblock bis zum Schluss nach vorne gepeitscht wurde.
Lukas Dietrich setzte mit dem 38. Treffer den Schlusspunkt auf den höchsten Auswärtssieg der HSG in Fürstenfeldbruck jemals.
Nun wartet noch ein weiteres Auswärtsspiel bei der HG Oftersheim-Schwetzingen am Samstag. Am 4. Oktober bietet sich für die HSG gegen die Erstliga-Reserve der Rhein-Neckar Löwen die Gelegenheit, den ersten Heimsieg der Saison einzufahren.
HSG Konstanz:
Konstantin Pauli, Konstantin Poltrum (beide Tor); Michel Stotz (3), Lars Michelberger, Felix Spross (7), Christos Erifopoulos (11/7), Luca Schwormstede, Jo Knipp, Maxim Pliuto (3), Jan Stotten (1), Nikita Pliuto (4), Jonas Hadlich (4), Sören Fuhrmann, Lukas Dietrich (1), Mathieu Fenyö (1), Veit Schlafmann (3).