Die HSG-Handballer behalten in hartumkämpfter Partie die Oberhand

Leutershausen – Mit einem 31:28 (18:14)-Auswärtssieg in Leutershausen hat die HSG Konstanz einen versöhnlichen Jahresabschluss feiern dürfen und sich mit 16:14-Punkten vorerst auf Rang sieben der 3. Liga Süd schieben können.

Von Beginn an war auf Seiten der HSG Konstanz – laut Vereinsmitteilung – eine besondere Energie zu spüren.

Mit der Unterstützung eines lautstarken Fanblocks wirkten die Gäste, die sich unbedingt mit einem Erfolgserlebnis in die kurze Spielpause über Weihnachten verabschieden wollten, von der ersten Sekunde an hellwach und entschlossen.

Nach ein paar Minuten des Abtastens nahmen die Konstanzer auch das Heft in die Hand. Ohne die verletzten Jonas Hadlich, Jan Stotten, Sven Iberl und Konstantin Pauli startete Lars Michelberger mit seinem ersten Treffer den 4:0-Lauf seiner Mannschaft.

Den 2:3-Rückstand drehten die „Gelb-Blauen“ so in eine 6:3-Führung. Früh war dabei erkennbar, dass Spielmacher Christos Erifopoulos an die starken Auftritte der vergangenen Wochen anknüpfen konnte.

Und wieder gekonnt die Fäden zog. Neben ihm strahlte Michelberger große Torgefahr aus und Torwart Konstantin Poltrum war seinen Vorderleuten der erhofft starke Rückhalt.

„Er hat eine unglaublich gute erste Halbzeit gespielt“, zeigte sich Vitor Baricelli begeistert. Zwar setzte S3L noch den spektakulären letzten und aus Konstanzer Sicht überaus ärgerlichen Schlusspunkt durch Kreisläufer Niklas Krämer zum 14:18 vom Anwurfkreis direkt in das Tor der Gäste.

Und das, nachdem kurz zuvor Erifopoulos für die vermeintliche Fünf-Tore-Führung der HSG gesorgt hatte. „Wir haben wenige Tore aus neun Metern bekommen, sonst eine Stärke von Leutershausen“, freute sich der HSG-Coach.

Eben über eine – so die HSG weiter – gelungene erste Hälfte mit guter Deckung und konzentriertem Abschluss in der Offensive.

In einem intensiven, von beiden Seiten mit hohem Tempo geführten Schlagabtausch behielten die Konstanzer jedoch die Nerven und verteidigten konstant ihre Führung.

Auch als Kevin Bitz zum 19:21 verkürzte, zeigte die Auszeit von Baricelli Wirkung und Enninghorst sorgte mit einem wichtigen Treffer per Schlagwurf für ein kurzes Durchatmen in einer schwierigen Phase (19:22).

Näher als auf drei Tore kamen die Hauherren nicht mehr heran. Frensel fischte den nächsten Siebenmeter heraus und seine Mannschaft behielt auch gegen die offene Manndeckung der Gastgeber in den letzten Minuten die Ruhe.

Drei Minuten vor Schluss musste schließlich auch noch Luca Schwormstede nach einem ungestümen Einsteigen vorzeitig unter die Dusche.

Dann war der hart erkämpfte 31:28-Auswärtssieg beim alten Rivalen endlich unter Dach und Fach. „Unsere Torwart-Leistung hat das Spiel entschieden“, bilanzierte Baricelli.

Und er lobte, dass viele Spieler Verantwortung übernahmen. „Das war eine tolle Mannschaftsleistung und sehr schön, hier mit den Jungs und unseren Fans zu gewinnen.“

Nach der kurzen Weihnachtspause geht es am 10. Januar mit einem Highlight zum Rückrunden-Auftakt wieder los.

Im Rahmen des Superballs zusammen mit dem SV Allensbach würde dann der Klassiker gegen den VfL Pfullingen (20 Uhr) am Konstanzer Schänzle steigen.

HSG Konstanz:

Noah Frensel, Adrian Lehmann, Konstantin Poltrum (beide Tor); Michel Stotz (2), Lars Michelberger (6), Felix Sproß (5), Christos Erifopoulos (9/4), Luca Schwormstede, Jo Knipp, Tim Enninghorst (1), Maxim Pliuto (3), Nikita Pliuto, Sören Fuhrmann, Lukas Dietrich (5), Veit Schlafmann, Cedric Zenz.