
Weilstetten – Nach der 32:36 (16:19)-Niederlage beim TV Weilstetten ist es traurige Gewissheit für die Zweitliga-Reserve der HSG Konstanz: Trotz immer noch möglicher 30 Punkte und zehn Zählern Vorsprung auf fünf Teams muss sie in der nächsten Saison in der Südbadenliga antreten.
„Wir sind alle traurig. Auch für mich persönlich ist das ganz schwierig“, ließ Trainer Vitor Baricelli tief in seine Gefühlswelt blicken. In einer Spielzeit, in der die jüngste Mannschaft der BWOL mit enormen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte und mit in den meisten Spielen ständig wechselnden (Not)Aufgeboten antreten musste, wird sie dem in den vergangenen Jahren ausgesetzten Abstieg trotz Aufstieg zum Opfer.
Heißt: Man muss als Tabellendreizehnter der 18 Teams umfassenden Oberliga absteigen. Diese soll – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – in der kommenden Spielzeit mit der ungeraden Anzahl von 17 Teams an den Start gehen, aufgeteilt in eine neun und eine acht Vereine umfassende Gruppe.
Baricelli richtete sich in der Kabine mit emotionalen Worten an seine jungen, geknickten Talente. „Wir wollen stärker und besser werden und zu diesem Zeitpunkt in der nächsten Saison andere Gefühle haben.“
In Weilstetten hatte seine Mannschaft – so die HSG weiter – allerdings keine gute Leistung gezeigt und verdient verloren. Angstgegner Weilstetten, der schon das Hinspiel gewonnen hatte, ließ den Ball gut laufen, ging erfolgreich in die Eins-gegen-Eins-Situationen und profitierte von vielen technischen Fehlern auf Konstanzer Seite.
„Uns ist es nicht gelungen, eine stabile Deckung zu stellen“, so der 26-Jährige. Dazu kamen Probleme im Rückzug, sodass die Gastgeber von der Schwäbischen Alb nach der 6:4-Führung der HSG-Perspektivmannschaft zum 6:6 ausgleichen und nach einer Zeitstrafe für Jan Stotten vom Siebenmeterpunkt das erste Mal mit 9:8 in Front gehen konnten.