
Kreuzlingen – Im vierten und letzten Saisonduell zwischen dem HSCK und dem LK Zug geht es am Samstag ab 20 Uhr primär für die Gäste – laut Kreuzlinger Vereinsmitteilung – um viel.
Sie müssten im Egelsee gewinnen, um ihre Playoff-Chancen am Leben zu erhalten. Und gleichzeitig auf Schützenhilfe hoffen.
Im Kampf um das vierte und letzten Playoff-Halbfinalticket kann bereits am drittletzten Spieltag die Entscheidung fallen. Falls Zug in Kreuzlingen verliert oder GC Amicitia auswärts gegen die Spono Eagles gewinnt, geht der vierte Platz definitiv an die Stadtzürcherinnen.
Aktuell beträgt ihr Vorsprung auf Zug – so der HSCK weiter – fünf Punkte. So oder so müsste allerdings schon ein mittleres Handballwunder geschehen, damit sich Zug doch noch auf Platz vier vorarbeiten kann.
Man müsse also kein Prophet sein, wenn man auf die Halbfinal-Paarungen Spono Eagles Nottwil vs. GC Amicitia Zürich und LC Brühl HB St. Gallen vs. Yellow Winterthur tippt.
Nichtsdestotrotz werden beide Teams im vierten Saisonduell sicher alles geben, um die beiden Punkte auf ihrem Konto verbuchen zu können.
Vor allem wollen die Kreuzlingerinnen endlich wieder einmal als Siegerinnen vom Feld gehen. Die letzten drei Direktbegegnungen mit Zug hätten sie allesamt verloren: 24:29 und 21:26 in der Hauptrunde sowie 21:26 in der Finalrunde.
In der vergangenen Saison hatte dagegen der HSCK dreimal in Serie gewonnen: 28:27, 31:27 und 33:31.
Umstritten sich die Spiele zwischen diesen beiden Teams eigentlich fast immer.
Aktuell besitzen sicher die Zugerinnen die besseren Karten, muss der HSCK doch verletzungsbedingt gleich auf mehrere Leistungsträgerinnen verzichten. In jüngster Vergangenheit schied auch noch die Mobiliar-Topscorerin Fitore Aliu Berisha mit einer Fußverletzung aus.
Gut möglich, dass die Saison für die Linkshänderin bereits zu Ende ist. Trotz des schmalen Kaders wird das Team von Cheftrainer Felix Kugler versuchen, die Gäste aus der Innerschweiz maximal zu fordern.
Der Druck lastet primär auf dem LK Zug. Die ambitionierte Mannschaft hatte sich die Playoff-Halbfinals zum Ziel gesetzt, welche sie bereits im letzten Jahr überraschend verpasste.
Dabei verstärkte sich Zug etwa mit der polnischen Spielmacherin Ewa Pietrasik. Dazu hängte die routinierte Jacqueline Petrig eine weitere Saison an und Linkshänderin Emma Bächtiger etablierte sich zuletzt als Stammspielerin in der A-Nationalmannschaft.
Eine weitere Leistungsträgerin beim LKZ sei Spielmacherin Lea Stutz (211 SPL1- und 8 A-Länderspiele). Bisheriger Saisonhöhepunkt aus Zuger Sicht war der Vorstoß in den Cupfinal vom 1. März, den man vor 2000 ZuschauerInnen in der Gümliger Mobiliar-Arena gegen die Spono Eagles nach einem packenden Match denkbar knapp mit 23:24 verlor.
Wolle der LK Zug seine Saison retten und doch noch die Playoffs erreichen, wird er alle drei verbleibenden Partien der Finalrunde gewinnen müssen. Der erste Schritt muss in Kreuzlingen gelingen.