Die HSG-Handballer ringen den souveränen Spitzenreiter nieder

Konstanz – Die HSG Konstanz stürzt den bislang ungeschlagenen Tabellenführer VfL Pfullingen. Mit dem 32:31 (17:11)-Heimsieg rückt sie an den entthronten Spitzenreiter bis auf einen Minuspunkt heran.

Und hat nun selbst – bei zwei ausstehenden Nachholspielen – laut Vereinsmitteilung – endgültig den Abschluss nach ganz oben hergestellt.

Die HSG Konstanz ist dabei, sich ihre alte Heimstärke wieder zurück zu erarbeiten. Mit dem dritten Heimsieg im dritten Aufritt vor der erneut mit über 1000 Fans besuchten „Schänzle-Hölle“ konnte sie weiter Boden gutmachen.

Und nun auch das dritte Derby in Serie für sich entscheiden. Nach dem Erfolg in Albstadt und daheim gegen Balingen wurden auch die zwei Punkte gegen Pfullingen erkämpft.

Dass es dabei spannend bis zur letzten Sekunde war, hätte aus Konstanzer Sicht nach einer 20:11-Führung kurz nach der Halbzeit zwar nicht sein müssen.

Es war aber – so die HSG weiter – auch irgendwie fast logisch nach den heißen Duellen mit Last-Minute-Entscheidungen in den vergangenen Jahren zwischen den beiden Teams.

Und auch dieses Mal hätten beide Mannschaften vor einer sehr stimmungsvollen Kulisse alles geboten, was das Handball-Herz höherschlagen lässt.

In einem höchst intensiven Duell waren es von Beginn an die Konstanzer, die den Ton auf dem Spielfeld und den Rängen angaben.

Mit Anbruch der letzten Viertelstunde wurde es wie so oft in den Duellen beider Clubs hitzig. Paul Prinz folg nach einem groben Foulspiel an Stotten mit Roter Karte vom Platz – seine Mannschaft ließ sich davon jedoch nicht beirren.

Stattdessen nahm sie die steigende Fehlerquote der Gastgeber für das Tor zum 29:28 an (56.). In den letzten Spielminuten schlug dann die Stunde des eingewechselten HSG-Keepers Konstantin Pauli.

Das HSG-Eigengewächs zog dem VfL bei ganz wichtigen Aktionen den Zahn, parierte einen Siebenmeter und freie Würfe.

„Konsti“, verteilte sein Trainer ein Sonderlob, „holt jetzt zum dritten Mal einen Sieg für uns nach Hause.“ Danach gab es Sonderapplaus von den Rängen.

Noch größer war der Jubel, als wieder Stotten sich mit voller Konsequenz zum 31:28 durchtankte. Zweieinhalb Minuten vor Schluss war dies aber immer noch nicht die Vorentscheidung.

Stotten zum zehnten markierte bei noch 78 Sekunden Restspielzeit schließlich auch den letzten Treffer der HSG zum 32:29.

Nach dem Auswärtsspiel am Sonntag bei den Rhein-Neckar Löwen II gastiert am 7. November mit den Wölfen Würzburg direkt das nächste ambitionierte Topteam in der „Schänzle-Hölle“.

HSG Konstanz:

Konstantin Pauli, Adam Studentkowsk (beide Tor); Michel Stotz (1), Aron Czako (1), Sven Iberl (3), Lars Michelberger (2), Philipp Hlawatsch (3), Luca Schwormstede (2), Jo Knipp, Tim Enninghorst, Maxim Pliuto (3/2), Jan Stotten (10), Nikita Pliuto (2), Lukas Dietrich (3), Janne Pietrusky (2).