Die Kadetten lassen auch auf europäischer Bühne die Muskeln spielen

Schaffhausen – Das mit viel Spannung erwartete erste Spiel der diesjährigen EHF European League hat – laut Vereinsmitteilung der Kadetten – viel Spannung versprochen.

Und die 1083 Zuschauerinnen und Zuschauer wurden mit bester Handballkost verwöhnt. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit legten die Kadetten Schaffhausen in der zweiten Hälfte nochmals zu.

Und besiegten – so die Kadetten weiter – den rumänischen Vertreter CSM Bucuresti hochverdient mit 39:32.

„In der zweiten Halbzeit spielten wir die besten 20 Minuten dieser Saison!“, resümierte Trainer Jonas Wille zufrieden nach Spielschluss.

Aber auch die erste Hälfte bot den Fans beste Handballkost. Die erste Aktion gehörte Torhüter Leon Bergmann: mit seiner Parade zum Spielbeginn holte er die „Orange Wand“ so richtig ab.

In der Verteidigung hatte Bergmann zudem gute Unterstützung durch seine Vorderleute. Aber auch das Team aus Bukarest zeigte sich sehr robust in der Verteidigung.

Die Startminuten verliefen dementsprechend ausgeglichen. Dank der sehr gut harmonierenden Abwehr gelang es den Kadetten – Mitte der ersten Halbzeit – durch einfache Tore die Führung auszubauen.

Odinn Thor Rikhardsson erhöhte erst auf 6:3 und nur wenige Minuten später aus spitzem Winkel auf 8:4. Danach schlichen sich im Angriffsspiel der Kadetten einige Fehler ein.

Die Angriffe seien etwas überhastet abgeschlossen worden und so konnte Bukarest mit einem 4:0-Lauf wieder den Ausgleich herstellen.

Die Kadetten fingen sich rasch wieder und eroberten die Führung zurück. Die letzten Minuten vor dem Seitenwechsel waren sehr ausgeglichen.

Mit dem 16:16-Unentschieden endete die erste Halbzeit dem Spielverlauf entsprechend. Die Kadetten starteten mit viel Tempo und Selbstvertrauen in die zweite Halbzeit.

Gleich zwei Mal tankte sich Josip Peric kraftvoll durch die grossgewachsenen Abwehrhünen der Gäste durch. Luka Maros war in der 36. Spielminute mit seinem satten Schuss ins hohe Eck für die erneute Führung der „Orangen“ zuständig.

Und nur wenige Sekunden später erhöhte Rikhardsson im Gegenstoß auf 20:18. Nun nahmen die Kadetten so richtig Fahrt auf.

Während zehn Spielminuten ließen sie gerade zwei Gegentreffer zu. Und im Angriff? Da spielten sich die Hausherren in einen richtigen Rausch.

Einer war besonders effizient: mit seinen 14 Toren war Odinn Thor Rikhardsson einmal mehr das Maß aller Dinge im Angriff.

Bukarest versuchte die Niederlage noch mit dem siebtenFeldspieler abzuwenden. Die Kadetten hatten auch darauf eine Antwort parat und liessen sich den auch in dieser Höhe verdienten Sieg nicht mehr nehmen.

Schon am nächsten Dienstag findet das nächste Spiel auf der europäischen Bühne statt. Die Kadetten werden dann den HC Izvidac in der BBC Arena begrüßen.

Dazwischen würde am Samstag noch das Heimspiel gegen Handball Stäfa auf dem Programm stehen.

Kadetten Schaffhausen:

Bergmann (12 P./38 %/1), Seravalli (1 P./8%); Meister (2), Prince, Saueressig, Sarlos (2), Rikhardsson (14/3), Tilsted (6), Küttel (3), Peric (3), Olsen, Lutz (1), Pietrasik (3), Markovic, Maros (4), Reznicky.