Eine starke erste Hälfte reicht den HSG-Handballern am Ende nicht

Feldkirch – Die HSG Langenargen‑Tettnang hat am Samstagabend in Feldkirch eine knappe 27:29‑Niederlage hinnehmen müssen.

Besonders bitter: Nach einer starken ersten Halbzeit und einer verdienten 15:10‑Führung konnte das Team den Vorsprung nicht über die Zeit bringen.

Dennoch zeigte die Mannschaft – laut Vereinsmitteilung der HSG – ein leidenschaftliches Spiel. Das Team wurde von den verletzten Simon Brugger und Noah Göppinger betreut, die kurzfristig für den im Urlaub weilenden Cheftrainer Uwe Bittenbinder an der Seitenlinie standen.

Die HSG zeigte von Beginn an eine klare Struktur, agierte konzentriert in der Abwehr und überzeugte durch diszipliniertes Angriffsspiel.

Besonders die Defensive stand sicher, ließ Feldkirch kaum Entfaltungsmöglichkeiten und zwang die Gastgeber immer wieder zu schwierigen Würfen.

Im Angriff fand die HSG verschiedene Lösungen, ob über die starken Außenspieler Nachbaur und Schwägli oder über starke Eins‑gegen‑Eins‑Aktionen.

Die 15:10‑Pausenführung spiegelte den couragierten und taktisch gut eingestellten Auftritt absolut wider. Ein weiterer Faktor der starken ersten Hälfte: Torhüter Fabian Gromus, der zahlreiche wichtige Bälle parierte und damit die verdiente 15:10‑Halbzeitführung maßgeblich mit ermöglichte.

Der Start in die zweite Halbzeit verlief – so die HSG weiter – jedoch unglücklich: Gleich mehrere unnötige Fehler spielten Feldkirch in die Karten.

Das Heimpublikum witterte Morgenluft und die Gastgeber wurden immer dominanter. Die HSG ließ sich in dieser Phase spürbar vom nun sehr körperbetont agierenden Gegner beeindrucken.

Feldkirch hätte einen klaren physischen Vorteil gehabt, den sie konsequent auszuspielen wussten. „Wir spielten fast 40 Minuten mit zwei A‑Jugendlichen (Robin Häufle und Lauren Wenzler), was sehr wertvoll für deren Entwicklung ist.“

„Aber in körperlich intensiven Phasen auch sichtbar herausfordernd. Für den Herrenbereich fehlt hier naturgemäß noch ein Stück Erfahrung“, so Noah Göppinger, der selbst Trainer der A-Jugend ist.

Simon Brugger: „Im Angriff fehlte im zweiten Durchgang zunehmend die breite Spielanlage, die in Halbzeit eins so gut funktioniert hatte. Einige Abschlüsse wurden zu früh genommen, Geduld und Ruhe gingen verloren.“

Und weiter: „Valentin Schraff und Alexander Merath könnten im wichtigen Duell gegen Laupheim wieder mitwirken. Gerade ihre Erfahrung und die Fähigkeit, einfache Tore zu erzielen, wären für das Team eine wertvolle Unterstützung.“

Der Vorsprung schmolz und am Ende wurde das Spiel zu einem offenen 50:50‑Duell, das schließlich Feldkirch für sich entschied. Unterm Strich sei es dennoch ein mehr als ordentlicher Auftritt der HSG gewesen.

Die Einstellung, der Kampfgeist und die Moral stimmten über 60 Minuten. Zwar konnte die Mannschaft nicht mehr an die herausragende erste Halbzeit anknüpfen.

Doch der Wille und der Teamgeist seien jederzeit spürbar gewesen. Am kommenden Samstag gastiert dann um 18 Uhr der HV RW Laupheim II im heimischen Sportzentrum Langenargen.