Konstanz – Am Samstag ist die HSG Konstanz zum Klassiker ab 19.30 Uhr beim VfL Pfullingen zu Gast, mit dem es in den vergangenen Jahren stets heiße Duelle gab.
Das Spiel wird – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – live auf Sporteurope.tv übertragen. Die große Frage auf Konstanzer Seite lautet: Ist der Knoten nun endlich geplatzt? Der überzeugende 36:19-Auswärtssieg beim HBW Balingen-Weilstetten II lässt die Hoffnung darauf aufkeimen.
Zumal sich die HSG zum ersten Mal in dieser Saison über nahezu die gesamte Spielzeit stabil, konstant und erfolgreich zeigte.
Diese gute Form und Vorstellung werden im zweiten Auswärtsspiel in Serie direkt auf eine harte Probe gestellt. Die Aufgabe in der kleinen Kurt-App-Halle gilt als eine der anspruchsvollsten in der 3. Liga Süd.
Das weiß auch Lukas Dietrich. Bis Sommer stand er beim VfL unter Vertrag. Seit dieser Saison trägt der schnelle und trickreiche Rechtsaußen das Trikot der HSG Konstanz.
„Das ist ein besonderes Spiel für mich“, sagt er und lacht: „Ich werde zum ersten Mal die Gästekabine sehen.“ Es werde wohl ein „komisches Gefühl“ werden, den alten Teamkameraden gegenüberzustehen.
„Ich freue mich sehr, sie wiederzusehen“, blickt er – so die HSG weiter – voraus auf den heißen Tanz, auf ein Spiel, das in den letzten Jahren stets für Spitzenspiele stand.
So ist Dietrich gespannt auf die Entwicklung seiner alten Mannschaft und möchte sein Können zeigen. Auf der Gegenseite ist der ehemalige HSG-Schlussmann Simon Tölke nun Sportlicher Leiter in Pfullingen.
Auch aktuell würden beide Teams im Verfolgerfeld ganz dicht hinter der Tabellenspitze liegen und nur einen Punkt voneinander getrennt auf Rang sechs und neun.
Und das mit drei beziehungsweise vier Zählern Rückstand auf den Tabellenführer. Dietrich ist bestens in Konstanz angekommen und fühlt sich „unfassbar wohl in Stadt und Mannschaft. Es macht mir unheimlich viel Spaß, mit diesem Team zu trainieren und zu spielen.“
Auch wenn die ersten Wochen für den einzigen externen Neuzugang durch die schwierige Phase für den Verein nicht ganz einfach war, so zeigte der Linkshänder auch in Balingen, was er kann.
Nach dem mit 17 Toren Differenz gewonnenen Derby „sind mir schon ein paar Steine vom Herzen gefallen“, berichtet der 1,94 Meter große gebürtige Tübinger.
Man habe gesehen, dass „wir guten Handball spielen können. Dann macht es richtig Spaß.“ Das Team sei nach den Rückschlägen und enttäuschenden Auftritten in den vorigen Partien enger zusammengerückt, so Dietrich.
„Es war Alarmstufe Rot“, ist er sich bewusst. In Balingen wurde schließlich defensiv wie offensiv hervorragend zusammengearbeitet und „alles gegeben“, wie „Luki“, wie er von allen gerufen wird, hervorhebt.
Diese Reaktion sei fällig gewesen – und soll nun keine Eintagsfliege bleiben. Der emotionale Derbysieg soll der Brustlöser und Start einer erfolgreichen Serie werden.
Am 8. November steht um 20 Uhr dann wieder ein Heimspiel gegen den TSB Heilbronn-Horkheim an. Beim SÜDKURIER-Heimspieltag seien wieder einige Aktionen im Foyer und ein großes Gewinnspiel geplant.