Schaffhausen – Der Endspurt in der Quickline Handball League hat begonnen. Noch vier Spieltage und einige Nachholspiele stehen auf dem Programm, ehe ab Anfang April die Playoffs um die Meisterschaft beginnen.
Zunächst empfangen die Kadetten Schaffhausen – laut Vereinsmitteilung – im vorletzten Heimspiel der Hauptrunde am Mittwoch um 18.45 Uhr Otmar St. Gallen in der BBC Arena.
Während die Kadetten bereits als Tabellenerster der Hauptrunde feststehen und somit im Best-of-five-Modus der Playoffs stets Heimreicht im ersten Match und in einem möglichen und entscheidenden fünften Spiel hätten, geht es für die Gäste aus St. Gallen noch um alles.
Trainer Michael Suter muss in den verbleibenden vier Spielen – so die Kadetten weiter – noch um die Vermeidung der Playouts und einen gerade nach dem überraschenden 36:35-Sieg vor der Länderspielpause gegen Kriens-Luzern immer noch möglichen Sprung in die Playoffs kämpfen.
Zwei Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf Pfadi Winterthur auf Rang acht, das allerdings auch noch eine Nachtragspartie in der Hinterhand hat.
Wenngleich die Ostschweizer schon seit Wochen auf ihren Mobiliar-Topscorer David Knezevic verzichten mussten, so zeigte sich insbesondre Kreisläufer Carl Löfström zuletzt in Topform.
Mit zwölf Treffern aus 13 Versuchen hätte der schwedische Kreisläufer großen Anteil am Coup gegen Kriens-Luzern gehabt und ist mit 104 Saisontoren zweitbester Werfer seines Teams.
Nur drei Tage nach dem Länderspiel-Doppelpack geht es für die fünf Nationalspieler der Munotstädter darum, sich schnellstmöglich wieder auf den Ligaalltag zu fokussieren und die wenigen verbliebenen Begegnungen noch bestmöglich als Vorbereitung für die K.o.-Spiele zu nutzen.
Luka Maros, Lucas Meister und Mehdi Ben Romdhane feierten zwei wichtige Erfolge mit der Schweiz, Odinn Thor Rikhardsson mit Island die vorzeitige Qualifikation für die Europameisterschaft 2026 und Polen liegt mit Ariel Pietrasik trotz einer Niederlage in Portugal auf Rang zwei ebenfalls gut im Rennen und auf Kurs EM.
Hatten die verbliebenen Spieler in Schaffhausen die Zeit zuletzt vermehrt für Einheiten im Kraft- und Athletikbereich nutzen können, so warnt Hrvoje Horvat nun vor dem kommenden Gegner und fordert vollen Fokus.
Schließlich sei Otmar, so der Trainer, „im Aufwärtstrend. Sie haben drei neue Spieler bekommen, die hohe individuelle Qualität haben. Das sieht man.“
Neben dem sehr erfahrenen Österreicher Robert Weber, der lange Jahre bei Topteams in der deutschen Bundesliga unter Vertrag stand und für die Nationalmannschaft ÖHB-Auswahl Torejagd ging, konnte St. Gallen mit dem Dänen Emil Jessen und Hleb Harbuz aus Belarus nachlegen.
Im Trikot des HC Kriens-Luzern war Harbuz in der Spielzeit 2019 / 2020 bester Torschütze der höchsten Schweizer Liga und wurde als MVP ausgezeichnet.
So sagt der Kadetten-Coach: „Das ist nun eine neue Mannschaft und nicht die, gegen die wir schon zweimal gespielt haben.“ Dafür sprechen neben dem Erfolg gegen Kriens-Luzern der 31:27-Heimsieg gegen Suhr Aarau und der deutliche 39:24-Erfolg gegen den RTV Basel.
Die beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison gingen mit 34:26 und 37:22 an Schaffhausen. „Wir erwarten einen sehr unangenehmen Gegner, auf den wir uns neu einstellen müssen“, weiß der 47-Jährige.