Die Kadetten erwarten in Aarau eine ganz schwere Aufgabe

Schaffhausen – Drei Auswärtsspiele liegen in diesem Jahr noch vor den Kadetten Schaffhausen, zwei in der Quickline Handball League sowie der Cup-Viertelfinal in Zürich. Das erste davon am Sonntag um 16 Uhr beim Tabellenfünften HSC Suhr Aarau.

Mit dem Rückenwind des deutlichen Derbysieges gegen ein ersatzgeschwächtes Pfadi Winterthur mit nur zehn in der ersten und 13 Gegentoren in der zweiten Halbzeit (30:23) können die „Orangen“ – laut Vereinsmitteilung – in Richtung Schachenhalle fahren.

„Mit der Deckung können wir zufrieden sein“, blickt Kadetten-Coach Hrvoje Horvat zurück, wenngleich es auch hier noch Verbesserungspotenzial gab. „Aber die Mannschaft hat engagiert und beweglich gedeckt“, lobt der 46-Jährige.

Er sah vielmehr – so die Kadetten weiter – in der Chancenverwertung noch Luft nach oben vor dem Gang zum Fünftplatzierten Suhr Arrau. Horvat: „Die Torausbeute aus klaren Situationen müssen wir in den nächsten spielen verbessern.“

Mit noch mehr Bewegung im Angriff für die klare Wurfchance. Insgesamt zeigt die Formkurve der seit 14 Spielen ungeschlagenen Kadetten nach oben, die aus den bisherigen 17 Partien 31 Punkte – 15 Siege, ein Remis und eine Niederlage – erspielen konnten.

Komplizierter und schwieriger würde sich die aktuelle Lage beim nächsten Gegner darstellen. Nach einem furiosen Start in die Saison, der erst in der BBC Arena im ersten Vergleich mit den Munotstädtern eine erste Niederlage fand (42:31), mussten die Aarauer zuletzt drei Niederlagen in Serie hinnehmen.

Dank zehn Toren aus zehn Versuchen von Nikos Sarlos sei am Mittwoch ein wichtiger 30:28-Erfolg in Basel gelungen. Einmal mehr konnte sich der HSC dabei auf Goalie Jannis Scheidiger verlassen, der 15 Würfe parierte.

Dem gegenüber könnte Marijan Maric nach einer Handverletzung momentan nur sporadisch in der Defensive aushelfen. „In Aarau ist es traditionell schwer zu spielen“, weiß Horvat und drückt seinen Respekt vor dem jungen, talentierten Team um den erfahrenen Portugiesen João Ferraz aus.

Der Trainer sieht die Mannschaft seines Kollegen Aleksandar Stevic immer gut und aggressiv eingestellt auf die Kadetten. „Gerade vor eigenem Publikum“, erklärt er, „geben sie in der Deckung wirklich alles. Das wollen wir auch, um es durch leichte Tore einfacher zu haben.“

Zumindest zum Aufwärmen mit der Mannschaft war Lucas Meister am Mittwoch wieder auf dem Spielfeld der BBC Arena zu sehen. Es war Ausdruck des sehr positiven Verlaufes der Reha des Kreisläufers.

Linkshänder Donat Bartok, der am Mittwoch krank pausieren musste, wird bereits am Sonntag wieder zurück im Kader erwartet. Noch drei Spiele müssten die Kadetten bis Weihnachten absolvieren.

Am Sonntag bei Suhr Aarau, am 18. Dezember bei Wacker Thun und zum Abschluss nicht einmal 24 Stunden nach dem letzten Auftritt in der Quickline Handball League noch im Cup-Viertelfinal bei SG GC Amicitia/HC Küsnacht, ehe der Januar aufgrund der Handball-Weltmeisterschaft spielfrei sein wird.